Was ist Achtsamkeit? Und was soll das?

Achtsamkeit hat etwas mit dem gegenwärtigen Moment zu tun. Mit Erfahren, Wahrnehmen und Spüren. Mit Präsenz und Da-sein. Und mit Haltungen wie Offenheit, Annehmen, Freundlichkeit und Selbstfreundlichkeit.

Achtsam zu sein ist die Fähigkeit im Hier und Jetzt zu sein. Mit dem, was sowieso schon da ist. Mal nichts produzieren müssen, mal nichts ausblenden müssen, sich selbst mal nicht in ein besseres Licht rücken müssen.

Jeder kann achtsam sein und ist es auch schon

Jeder ist achtsam. Ab und an gibt es diese Momente, in denen wir ganz da und ganz im Moment sind:

Auf dem Berggipfel mit der grandiosen Aussicht, auf der Schifffahrt mit dem kalten Wind im Gesicht, beim Überreichen eines Geschenkes an einen nahestehenden Menschen.

Doch dann geht es meistens ganz schnell: „Wo ist hier die beste Perspektive für ein Foto?“ „Seh ich so gut genug aus, dass ich das Bild teilen kann?“ „Uahhh! Ich sollte jetzt wirklich mal mehr Sport machen!“ Blitzschnelle Gedanken, Bewertungen, Verurteilungen, Dinge ganz anders haben wollen. Und schon ist der Moment vorbei und lässt sich nicht wiederholen. Und alles was bleibt, sind die sich ständig wiederholenden Gedanken, die wir doch sowieso schon tausend mal gedacht haben.

Achtsamer zu sein lässt sich lernen

Achtsam zu sein ist eine Fähigkeit, die sich erlernen lässt. Es lässt sich vergleichen mit einem Muskel, den man regelmäßig trainieren muss, damit er belastbarer wird.

Zum Üben gibt es viele Möglichkeiten. Eine davon ist Meditation. Sich regelmäßig Zeit nehmen, eine Intention setzen und die eigene Aufmerksamkeit schulen, indem man den Atem beobachtet, den Körper, Geräusche oder etwas ganz anderes. Und diese Erfahrungen dann auch in den Alltag mitnehmen. An die Bushaltestelle, ins Teammeeting oder zum Zahnarzt. Dort ganz zu sein, wo der Körper eh schon ist.

Und dann können vielfältige Dinge passieren

Die Lautstärke der eigenen Gedanken wird bewusst und wie verurteilend sie oft sind. Auch die Frage, was einem wirklich wichtig im Leben ist, wird lauter. Der eigene Stress wird deutlicher und die vielen Möglichkeiten mal anders zu reagieren. Man bemerkt den lila Strauch auf dem Nachhauseweg, der dort doch schon ewig wachsen musste. Und vielleicht kann man die vielen kleinen Nettigkeiten des Partners neu wertschätzen, die man schon jahrelang als selbstverständlich betrachtet hat.

Offen für alle

Meditieren lernen kann jeder. Man muss weder seine eigene Religion über Bord werfen um Achtsamkeit zu lernen, noch muss man einer Religion beitreten. Achtsamkeit ist offen für jeden Menschen, so wie er ist.

„Beim Meditieren geht es nicht darum, irgendwo anders hinzukommen. Es geht darum, sich selbst zu erlauben genau dort zu sein, wo man ist und wie man ist.“

Jon Kabat-Zinn, Arriving at Your Own Door. 108 Lessons in Mindfulness

Neugierig geworden?

Im 8-Wochen-Kurs Mindfulness Based Stress Reduction lässt sich erwiesenermaßen die eigene Fähigkeit zur Achtsamkeit steigern.

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